Gershwin-Festival

Unter der Gesamtleitung der preisgekrönten Lilienfelder Stiftsorganistin, Dirigentin, Pianistin und Komponistin Karen De Pastel findet auch heuer wieder im stilvollen Rahmen des Laienbrüderdormitorium ein Orchesterkonzert statt. Heuer ist es, anlässlich seines 80. Todestages, George Gershwin gewidmet.
George Gershwin (1898- 1937) ist der volkstümlichste Komponist der Neuen Welt, dessen Werke heute in allen Konzertsälen der Welt erklingen. Er besaß die Gabe eines genialen Musikers, war begabt, naiv, raffiniert und hatte Musikeinfälle, die das Herz berühren. In seinen sinfonischen Werken machte er den Jazz konzertfähig. Schon mit 18 Jahren konnte er mit seinem Ragtime „Rialto Ripples“ große Erfolge einfahren. Das zum Evergreen gewordenen Lied „I got Rhythm“. Das Lied „By Strauss“ erinnert an Gershwins Wien Aufenthalt im Jahre 1928, als er mit Lehár, Kálmán, Alban Berg und Adele Strauß, der 72-jährigen Witwe des Walzerkönigs zusammentraf. Die Rhapsody in Blue war Gershwins erstes sinfonisches Werk  – bei der Uraufführung spielte George Gershwin selbst den Klavierpart. Seine populärste Oper – Gershwin verbrachte einen Sommer in South Carolina, um sich mit der afroamerikanischen Musik vertrauter zu machen – „Porgy & Bess“, ebenfalls im Jazz-Stil entworfen, hat als bisher einzige amerikanische Oper wegen ihres volkstümlichen Stoffes, ihren schwermütigen, auf Negro-Spirituals zurückgehenden Melodik und ihrer zündenden Rhythmik weltweit Triumphe erlebt. Gershwin hat verfügt, dass sein Hauptwerk szenisch nur von schwarzen Sängern aufgeführt werden dürfe. Neben der „Rhapsody in Blue“ ist „An American in Paris“ aus dem Jahr 1928 Gershwins populärstes Werk. Die Auftragskomposition – „Tone poem for orchestra“ – für die New Yorker Philharmoniker geschrieben wurde am 13. Dezember 1928 in der Carnegie Hall uraufgeführt. Das Orchesterwerk galt als Vorlage für einige bekannte Spielfilme, in denen Stars wie Fred Astaire oder Ginger Rogers brillierten. George und Ira Gershwin gehörten zu den erfolgreichsten Teams am Broadway und in Hollywood und eilten von Erfolg zu Erfolg. Gershwin war ein Protagonist des symphonischen Jazz, der in nie dagewesener Weise die afroamerikanische mit der zeitgenössischen amerikanischen Kultur (und damit auch der Oper) verband und völlig neue Welten eröffnete. Während George Gershwin in Hollywood an einer Filmmusik arbeitete, brach der 38-jährige am Flügel zusammen und starb am 11. Juli 1937.

Unter den Künstlern dieses Abends sind der Pianist Karl Eichinger, der die „Rhapsody in Blue“ zusammen mit dem KünstlerOrchester Wien unter der Leitung von Werner Hackl interpretieren wird, sowie die Sopranistin Monika Medek die mit den größten Hits Gershwins – wie „Summertime“ und „By Strauss“ – einige der größten Hits des Komponisten zum Besten geben wird.

Sonntag, 19. November2017 um 19.00 Uhr
Dormitorium des Stiftes Lilienfeld

KünstlerOrchester Wien
Werner Hackl, Dirigent
Karl Eichinger, Klavier
Claudia Franner/ Monika Medek, Sopran
Robert Cioni/ Florian Pejrimovsky, Bariton
Festchöre Wilhelmsburg und Lilienfeld
Choreinstudierung: Franz Griesler und Florian Pejrimovsky
Gesamtleitung: Karen De Pastel